New York wird zum Einwanderungshafen

Bis zum 19. Jahrhundert war PhiIadelphia der Eingangshafen für die deutschen und die holländischen Häfen Rotterdam und Amsterdam. Danach wurde New York der bedeutendste Landungsort. Die Massen der deutschen Auswanderer kamen fast alle über Bremen und Hamburg. Von 3785638 Einwanderern, die von 1850 bis 1865 in den Vereinigten Staaten ankamen, landeten 2807316 in New York, davon allein 1049295 Deutsche.

Im Oktober 1866 wanderten Ernst Oskar MAY, seine Frau und sein 11 Monate alter Sohn, mit dem Überseedampfer «Allemannia» nach New York aus. Die «Allemannia» wurde 1865 gebaut und hatte eine Länge von 96 m und eine Breite von 12,5 m. Der Überseedampfer stand im Dienst der Hamburg-Amerika-Linie.

Sein Bruder Adolph Hugo May wanderte 1883 mit dem Schiff «Gellert» ebenfalls nach New York aus. Die «Gellert» ist Baujahr 1875 und wurde bei Alexander Stephen & Sons, Linthouse/Glasgow gebaut, hat 3533 BRT, eine Länge von 114,41 m und eine Breite von 12,20 m. Die Besatzung besteht aus 110 Mann. Der Dampfers «Gellert» hat Plätze für 90 Passagiere in der 1.Klasse, 100 Passagiere in der 2. Klasse und 800 Zwischendeckpassagiere. 1881 wird die «Gellert» modernisiert und umgebaut und hat danach zwei Schornsteine. Am 22. Oktober 1893 bricht auf dem Schiff im Atlantik ein Feuer aus. Im April 1894 macht die «Gellert» ihre letzte Reise und wird am 9. Mai 1895 von der Hapag verkauft. Im März 1897 wird das Schiff verschrottet.

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